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Das Prinzip
Der Turbo-Grundofen wird doppelwandig aus einem Kern mit Außenmantel aufgebaut. Dieser Kern hat zwei miteinander verbundene Brennkammern:
den Feuerraum, den Venturi-Schlund, den Nachverbrennungsraum (mit Turboeffekt) und anschließend die Sturz- und Steigezüge.
Im Feuerraum brennt das Holz fast ungedrosselt und bildet heiße Gase. Dieses Holzgas muss sich auf dem Weg zum zweiten Brennraum durch eine verjüngte Öffnung "zwängen", dadurch entsteht eine Verwirbelung von Holzgasen und gleichzeitig angesaugtem Luftsauerstoff, mit hocheffizienten Nachverbrennungseffekten: vollständige Verbrennung, wodurch zusätzliche Energie frei wird und schädliche Abgase auf ein Minimum beschränkt werden, und Expansion.
Die Rauchgase werden in Folge der Beschleunigung von oben nach unten in die Sturz- und Steigezüge an den Seiten des Ofens geleitet. Dabei bleiben die heißesten Gase immer oben und geben ihren Wärmeüberschuss an die Ofenmasse ab.
Sein feuerfester Beton höchster Güte und Dichte kann viel Wärme schnell und für lange Zeit speichern. Mit Hilfe der großen Masse ist der T-GO so imstande, den größten Teil der während des Heizvorgangs entstandenen Wärme aufzunehmen, und versorgt die Umgebung mit seiner angenehmen und für Mensch und Tier so wertvollen Strahlungswärme.

Wirkungsgrad
Bei Holzöfen wird die Energieleistung, also die Wärmeabgabe in KiloWatt oder Joules ausgedrückt für die Zeit, in der dieser brennt.
Bei Kaminöfen ist diese Periode fast gleich mit der Brenndauer. Wenn der Ofen erloschen ist, ist er relativ schnell wieder kalt.

Bei Massespeicheröfen hingegen ist das anders, da gerade die meiste Wärme nach dem Heizvorgang abgegeben wird. Der T-GO gibt so innerhalb von 12 Stunden nach dem Verlöschen des Feuers seine Wärme ab. Dieses Wärmevermögen wird folgendermaßen in kW berechnet:
Ausgangspunkt ist die Wärmeabgabe von 500 W/qm/h bei einer Oberflächentemperatur von 55 Grad Celsius. Diese Temperatur nehmen wir als Durchschnittswert, wenn der Ofen gerade angezündet ist bis zu 12 Stunden nach dem Anzündvorgang. Nach dem unmittelbaren Anzünden ist der Ofen ja heißer als 12 Stunden später, wo er weiter abgekühlt ist.
Der Ofen selbst hat eine Oberfläche von 5 m2 (Länge und Breite 70 cm, Höhe 180 cm). Durchschnittlich ist das also 5x500 W/h = 2,5 kWh.
Der T-GO erreicht in der Praxis mit ca. 7 kg trockenem Holz pro Heizvorgang eine Oberflächentemperatur von mehr als 60 Grad Celsius. Mit einer Heizdauer im 12- Stunden-Rhythmus werden also 2,75 kW stündlich produziert. Das ist gut gerechnet und ausreichend für einen 60 qm großen Raum mit mittlerem Dämmwert.

Ungefähr 70 % der gesamten Heizleistung des Grundofens ist Strahlungswärme.

Die nachfolgende Grafik ist am 28. März 2008 in den Produktionsräumen des Turbo-Grundofens in Den Haag, Niederlande entstanden.
Sie zeigt einen vollständigen Brennvorgang in einem T-GO Nr. 7 mit Kopf. Gemessen wurde mit einem Testo 327-1 Rauchgasanalysator. Dieser Rauchgasanalysator misst die Temperatur, O², CO² und CO und berechnet anhand dieser Daten und manuell eingegebenen Daten über das Holz die Effizienz. Der Ofen war gefüllt mit 7 Kilo Feuerholz (gut abgelagert), lose aufeinandergestapelt und oben angezündet (Beschreibung s. Heizvorgang).
In der Grafik stellt die grüne Linie den Sauerstoffverbrauch dar, die rote Linie die Effizienz und die blaue Linie den Kohlenmonoxidausstoß in ppm/100 (parts per million/100). Nach dem Anzünden des Holzes brannte der Ofen ca. 15 Minuten ruhig, dann 45 Minuten kräftig und glühte eine halbe Stunde nach.
Zwischen den 2 schwarzen vertikalen Linien ist die Periode dargestellt, in der der Sauerstoffgehalt des Rauchgases niedriger als 13% war. Innerhalb dieses Bereichs oder weniger soll der Wirkungsgrad mindestens 70% sein und der Kohlenmonoxidwert (CO) kleiner als oder gleich 3000 ppm.
Diese Werte wurden sehr gut eingehalten, der grÖßte CO-Ausstoß war in der Nachglühfase, und immer noch unterhalb der Norm von 3000 ppm. Die Effizienzkurve war sehr gut: Schon bald nach dem Anzünden des Ofens lag die Effizienz über 80% und sank erst nach 1 Stunde auf 75%.

Funktionales Design
Der Turbo-Grundofen ist entwickelt worden nach dem Prinzip "Form follows function". Dies bedeutet, dass seine Form vollständig aus der Technik des Heizens und der Herstellung des Ofens hervorgeht; das "High Tech"-Heizen bietet ein klares, schlichtes und modernes Erscheinungsbild.
Die Ummantelungssteine greifen mittels einer Schwalbenschwanzverbindung ineinander. Das ist eine praktische Verbindungstechnik, die gleichzeitig formschön ist.
Der Ofen hat abgerundete Ecken und der Beton wird so glatt geformt, dass er sich fast weich anfühlt, wie ein Schmeichelstein.
Die großflächige Glasheiztür, die von den Ausmaßen her auf den großen Feuerraum ausgerichtet ist, ermöglicht maximalen Feuergenuss!

Modular-Bauen: Baukastensystem
Der Turbo-Grundofen ist ein fertiges Baupaket bestehend aus 45 Betonfertigteilen und einem Türsatz, alles montiert im Trockenbauverfahren, also auch umzugsfähig.
Mit dem Aufbauen sind 2 Menschen ungefähr 5 Stunden lang beschäftigt. Es gibt eine Aufbauanleitung, die gut und einfach erklärt, welche einzelnen Schritte aufeinanderfolgen. Dafür muss kein umfangreiches technisches Wissen vorhanden sein. Nach der Fertigstellung ist er sofort beheizbar.
Der Ofen wiegt ca. 1100 Kilo. Wegen des Gewichts muss vor dem Aufbauen geprüft werden, ob der Boden stabil genug ist oder ob noch Befestigungen angebracht werden müssen, damit das Gesamtgewicht des Ofens besser verteilt steht.
Tipps und Ratschläge hierfür werden gern gegeben.
Turbo GrundOfen 2012